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Sporthypnose und spezialisiertes Coaching für Reiter

Egal ob Profi, Amateur oder Anfänger, Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Poloreiter, Freizeitreiter, Western oder Voltigierer, Galopper oder Traber – wir alle kennen den „Fall“. Ja, genau diesen „Fall“. Wir alle kennen auch Niederlagen, schlimme Erlebnisse und traurige Abschiede.

Es gibt aber auch die Kehrseite der Medaille – und die ist viel größer.

Wir alle kennen das Gefühl des Sieges – ob nun auf dem Turnier oder einfach, wenn das Pferd eine Erkrankung überstanden hat oder ohne weitere Vorkommnisse auf den Hänger gelaufen ist. Das sind nur Beispiele, aber jeder weiß, was ich damit sagen möchte. Wir alle haben viele wunderschöne Erlebnisse mit unseren Vierbeinern erlebt und es gibt auch fantastische Nachkommen.

Worum geht es in der allgemeinen Sporthypnose?

Der Sport ist entweder das Hobby, das als Ausgleich zum stressigen Alltag dient oder mit der Zeit zum Beruf geworden ist. In der Sporthypnose widmen wir uns negative Erfahrungen, die sich als unerwünschte Denkmuster im Unterbewusstsein abgelegt und dort festgesetzt haben. Diese unbewussten Denkmuster können sich dann hinderlich auf den Sport auswirken. Werden sie nicht gelöst, geht entweder die Motivation verloren oder es steht sogar die langjährige Karriere auf dem Spiel.

Sport als Hobby

Wenn ich mein Hobby als Ausgleich zu meinem Alltag sehe und ihm mit viel Hingabe, Leidenschaft und voller Motivation nachgehe, wäre es dann nicht unbefriedigend, wenn ich durch ein paar kleine negative Erlebnisse nicht mehr dieses Feuer verspüren würde? Diese Unzufriedenheit würde Tag für Tag wachsen, weil etwas nicht mehr so funktioniert, wie es eins funktioniert hat.

Irgendwann wird dann das Hobby an den Nagel gehängt und es findet kein Ausgleich mehr zum stressigen Alltag statt. Der Druck auf einen selbst wird immer stärker. Früher war man viel ausgeglichener, freier und aktiver. Nicht nur man selbst, auch das Umfeld leidet dadurch. Wir verändern uns. Wir verändern uns durch ein kleines oder auch großes Erlebnis. Ob positiv oder negativ.

Sport als Beruf

Wenn der Sport zum Beruf wird, lastet früher oder später ein enormer Leistungsdruck auf uns - wenn die Abläufe nicht funktionieren oder die Erfolge ausbleiben. Bringt man nicht mehr die geforderte Leistung und Siege, gibt es auch kein Geld mehr – die Karriere ist beendet.

Meist werden schon die jungen Talente gefördert, schulisch wie auch sportlich. Hat man sich seinem Sport verschrieben und ist plötzlich nicht mehr fähig den Erwartungen gerecht zu werden, wird man mit vielleicht netten Worten zum Gehen gebeten. Und dann? Man hat zwar die Schule beendet, aber keinerlei Ausbildung genossen. Sie sehen also, was das für ein seelischer Leidensdruck werden kann.

Sporthypnose für Reiter

Anhand von eigenen sowie fremden Erfahrungen und Fallbeispielen möchte ich Ihnen kurz erläutern, warum Hypnose und mein von mir ausgearbeitetes spezialisiertes Coaching so effizient und wirksam sind.

Pferde sind Fluchttiere

Eine Bekannte ritt auf einem Reitplatz und aus heiterem Himmel erschrak ihr Pferd. Da Pferde Fluchttiere sind, war kurzzeitig kein Halten mehr. Sie fiel herunter – auch noch in die einzige Pfütze weit und breit. Nach einem Schock und wackligen Knien, verbunden mit Herzrasen manifestierte sich durch diese negative Erfahrung mit der emotionalen Reaktion ein unbewusstes Denkmuster. Zwar stieg die Reiterin nach einer kleinen Pause wieder auf ihr Pferd, aber dieses Erlebnis saß sehr tief und begleitete sie von da an stets.

Einige Jahre vergingen und mittlerweile ist ein neues junges Pferd an ihrer Seite.

Viele junge Pferde sind bei den Anfängen von Übergängen noch nicht so gefestigt. Ihr Pferd brauchte noch etwas Schwung vom Galopp zum Trab, um sich seinem Gleichgewicht gewahr zu werden. Manchmal funktioniert es eben besser und manchmal noch nicht.

Wie sich der Sturz auswirkte

So auch an diesem Tag. Es klappte noch nicht ganz mit dem Übergang. Die besagte Reiterin galoppierte und parierte zum Trab durch. Ihr junges Pferd hatte einfach noch zu viel Tempo und sie konnte sich nur schwer halten. Sie versuchte, die Geschwindigkeit mit den Zügeln unter Kontrolle zu bekommen, was ihr nicht gelang.

Druck erzeugt Gegendruck

In diesem Moment kam die Erinnerung hoch und unmittelbar versteifte sie sich, zog noch stärker an den Zügeln, streckte die Beine weg und geriet in innerliche Unruhe. Danach war es nicht mehr möglich, auch nur ansatzweise locker weiterzureiten. Nach und nach wurde dies zu einem wirklichen Problem und zu einem ganz eigenen Leidensdruck. Sie hatte das schlimme Ereignis nicht nur bildlich vor Augen, sondern ihr Körper durchlief auch die Emotionen und Schmerzen wieder, die sie vor Jahren beim Fall in die Pfütze gespürt hatte.

Was ist damals genau passiert?

In dem Moment, als sie merkte, dass sie die Kontrolle verloren hatte, verspürte sie ihre Machtlosigkeit. Genau diese wurde gemeinsam mit dem Kontrollverlust in ihrem Unterbewusstsein verankert. Sie hat regelrecht eine Verknüpfung in ihrem Gehirn erstellt: Pferd erschrickt, Pferd rennt, ich verliere die Kontrolle, ich bin machtlos und falle schließlich noch vom Pferd. Es folgen Schmerzen. Das Erleben mit den dazukommenden Emotionen wurde als Kombination sehr tief in ihrem Unterbewusstsein abgelegt.

Das Unterbewusstsein ist sozusagen auch eine Polizei. Sie mahnt von nun an: „Achtung, Achtung, das Pferd rennt. Das habe ich schon mal erlebt. Gleich kommt der Fall, gefolgt von Schmerz.“ Nun versucht die Reiterin durch Ziehen an den Zügeln die Geschwindigkeit abzufangen. Das Pferd reguliert sein Tempo nicht und sofort löst das Unterbewusstsein die damalige verankerte Emotion dazu aus.

Was soll dieses Beispiel verdeutlichen?

Ich möchte an diesem Beispiel deutlich machen, dass all unsere Erfahrungen – ob positiv oder negativ – in unserem Unterbewusstsein abgelegt werden und jederzeit hervorgerufen werden können. Es können Jahre vergehen, es können sich die Bedingungen ändern. Aber wenn eine ähnliche Situation eintritt, dann steht das Unterbewusstsein einem zur Seite und warnt vor den schon mal erlebten Erfahrungen.

Um aus diesem Teufelskreis wieder herauszukommen, kann man mit Hypnose und anderen Techniken an diese negativen Glaubenssätze herangehen und sie auflösen.

Denn wenn sich eine situations- oder erlebnisbedingte unbewusste Denkweise, also ein negativer Glaubenssätze, verankern konnte, ist es dann nicht möglich, dass wir diese auch wieder selbst lösen können wie einen Knoten, der plötzlich ganz fest zusammengezogen wurde und mit Hypnose und verschiedensten Techniken wieder geöffnet werden kann?

Die traurige Geschichte über den Verlust meines Pferdes, die ich nie erfahren sollte

Mein erstes ganz eigenes Pferd aus unserer Zucht, das mich viel gelehrt hat und immer sein Bestes gab, stand in Hannover auf Rente. Als der Hengst 14 Jahre alt war, stellten wir bei ihm ein starkes Herzproblem sowie Borreliose fest. Es fiel ihm sichtlich schwer, die schweren Lektionen durchzuhalten, und durch die Borreliose war er wochenlang stark geschwächt. So entschied ich mich, ihm ein schönes Rentnerleben zu ermöglichen. Mit 20 Jahren verstarb er.

Zu dieser Zeit fühlte ich mich emotional nicht sehr stabil und um mich zu schützen, erzählte mir meine Mutter folgende Geschichte. Mein Pferd wäre an Herzversagen auf der Weide eingeschlafen. Sein bester Freund hätte neben ihm gestanden, sodass Winchester nicht alleine war.

Die Familie war sich einig, dass ich nie erfahren würde, unter welchen Umständen mein Pferd wirklich starb.

Wie die eigentliche Todesart bekannt wurde

Alle hielten an dieser Geschichte fest. Doch nach einer Woche teilte mir ein Familienmitglied, durch Unachtsamkeit, die eigentliche Todesart mit.

Winchester atte einen Herzanfall, stürzte aber durch den Zaun in den Fluss und schleppte sich viele, viele Meter durch den Fluss. Und wieder versuchten meine Eltern, mich vor der Wahrheit zu bewahren, und erfanden eine neue Geschichte, um mir die Gedanken zu nehmen, er sei ertrunken: dass er zwar in den Fluss gerutscht sei, aber es wieder nach oben geschafft hätte und auf der Weide verstarb.

Es zerriss mir das Herz

Tief in mir wusste ich, dass auch diese Geschichte nicht stimmte. Ich wurde immer unruhiger und habe mich entschieden dorthin zu fahren, um mir mein eigenes Bild zu machen und die richtige Antwort zu finden. Diese lautete:

Winchester hatte einen Herzinfarkt, wodurch er das Gleichgewicht verlor und in den Fluss stürzte. Und nein, er lag auf keiner Weide, er wurde im Wasser gefunden. Ob er durch den Krampf im Herzen schon verstorben war oder erst im Wasser ertrank, das werden wir nicht mehr erfahren. Aber ich glaube, jeder kann sich in diese Geschichte hineinfühlen; dass man eher vom Schlimmsten ausgeht – und das war in diesem Fall, dass er ertrunken ist.

Wo es Schatten gibt, gibt es auch Licht

Manche waren bei dem Tod ihres Pferdes sogar dabei; manche konnten sich jedoch nicht mehr verabschieden, weil ihre geliebten Vierbeiner aus dem Leben gerissen wurden. Es gibt so viele schmerzerfüllte Geschichten.

Und dennoch: Dort wo es Schatten und Schmerz gibt, gibt es auch Licht und Gesundheit. Denn es gibt immer zwei Seiten der Medaille.

Um all diese Emotionen von Trauer und seelischen Schmerzen zu lindern, setze ich Hypnose ein. Es ist ein effizientes Verfahren, um sich zu verabschieden oder um ein paar letzte Worte sagen zu können. Es wirkt sehr befreiend, erleichternd und beruhigend, wenn man weiß, wie eine Geschichte endet.

Danksagung an mein Pferd

Ich danke dir von ganzem Herzen, du wundervolles Wesen. Mit solcher Güte und solcher Hingabe hast du mir meine Grenzen gezeigt, mich immer herausgefordert und auch belohnt. Ruhe in Frieden.

Erfolg und Misserfolg im Sport bei Kindern und Jugendlichen

Es spielt keine Rolle, ob man einem Sport beruflich, privat oder als Hobby nachgeht. Wenn man für eine Sache brennt, also Freude und Leidenschaft hat, erzielt man auch gute Erfolge. Die dazugehörige Motivation ist somit vorhanden.

Wenn aber äußere Einflüsse diese Freude und Leidenschaft unterdrücken, kommen die ersten Misserfolge. Die Motivation sinkt und der Druck wird immer größer, da man diesem aufgrund seiner verloren gegangenen Motivation nicht mehr standhalten kann.

Einige Kinder und Jugendliche im Reitsport werden von ihren Eltern, Trainern, Sponsoren und vielleicht auch schon von einem Management gefördert.

Wie man den Blickwinkel ändern kann

Anfangs sind sie noch hochmotiviert, da sie es aus Leidenschaft machen. Aus dem Feuer in ihrem Herzen. Allerdings ist der Konkurrenzkampf im Sport groß. Ich schreibe hier mit klarer Absicht nicht „Reitsport“. Denn diesen Kampf finden wir überall. Die Richter, die darüber urteilen, ob die Lektionen oder Choreographien korrekt ausgeführt sind, sind auch nur Menschen. Und Menschen sind beeinflussbar. Ich möchte hier erwähnen, dass so einige Teilnehmer im Sport aus den unterschiedlichsten Gründen nicht korrekt bewertet werden. Wenn wir jetzt bei der Reiterei bleiben, empfinde ich einige Beispiele bei der Jugend als sehr einschneidend.

Zum Beispiel wenn die Richter davon sprechen, dass ein Reiter-Pferd-Paar aufgrund des Pferdealters keine Zukunft hat.

Isabell Werth startete mit ihrem 17-jährigen „Gigolo“ bei Olympia.

Ein weiteres Beispiel wäre, wenn die Wertpunkte eines Richters massiv von denen anderer Richter abweichen, sich manche Richter bestechen lassen oder einfach Zeitung lesen, weil sie wissen, wer jetzt an der Reihe ist.

Kinder, die ihren Glauben verlieren

Kinder können dies noch nicht verstehen und einfach von sich abschütteln. Sie nehmen Dinge, Taten oder Aussagen sehr persönlich; so etwas geht mitten ins Herz. Dadurch verändern sie ihren reinen Blick; nicht nur den Blick auf sich selbst, sondern auch auf ihren besten Pferdefreund. Sie denken, sie machen etwas falsch oder ihr Partner Pferd erfüllt nicht die gewünschte Leistung, obwohl es die Richter sind, die die Brille aufhaben.

(Ich schreibe hier von wirklich guten Leistungen, die von den Richtern nicht honoriert werden. Nicht von Leistungen, die den Ansprüchen nicht entsprechen oder gar gerecht werden.)

Kinder erlernen Misserfolg durch äußere Einflüsse. Ich schreibe auch hier wieder ganz bewusst über die Kinder-/Jugendzeit, denn dort werden wir massiv geformt und geprägt. Die Kinder verlieren den Glauben an sich. Die Motivation fällt und der Druck von Trainer, Sponsoren, Management und eventuell der Eltern bleibt, da der Erfolg vom Äußeren meist noch höher und wichtiger ist.

Was passiert, wenn der Druck für die Kinder zu groß wird?

Das Feuer, sprich die Leidenschaft, die Freude und die Motivation sind geschwächt oder gar nicht mehr vorhanden. Die Kinder können ihre Leistungen nicht mehr erfüllen und dem Druck nicht mehr standhalten. Es schleichen sich Fehler ein. Fehler durch fehlenden Fokus, Unkonzentriertheit oder durch negative Emotionen und Druck. Fehler, die letztlich wertvolle Punkte kosten und zu Misserfolgen führen. Diese Misserfolge und die Protokolle der Richter verstärken den Glauben der Kinder, dass sie es sind, die es nicht schaffen. Dass sie nicht gut genug sind. Dass sie es nicht wert sind, Erfolg zu haben. Dass all ihre Anstrengungen und Bemühungen einfach nutzlos und wertlos sind.

All diese Glaubenssätze verankern sich tief als unbewusste Denkmuster im Unterbewusstsein

Und so erfahren diese Kinder immer wieder den äußern Druck, bis sie an den Punkt kommen, wo sich die Jugend entweder vom Sport distanziert, ungerecht zu seinem Partner-Pferd wird oder mit anderen Mitteln und harten Bandagen versucht, den äußeren Einfluss davon zu überzeugen, dass sie es doch wert sind; dass sie gut genug sind und dass sie es schaffen können. Die Pferde werden nicht mehr als Partner, sondern als Sportgerät gesehen, das zu funktionieren hat. Wenn nicht, muss eben ein besseres und teureres Pferd her.

Diese Glaubenssätze werden auch bei anderen Herausforderungen in ihrem Leben immer wieder hervorgerufen.

Glaubenssätze auflösen

Und auch hier können spezielle Techniken Anwendung finden. Die verankerten Glaubenssätze werden durch zielgerichtetes Fragen herausgefiltert und mit der anschließenden Hypnose aufgelöst.

Danksagung an die Eltern

Hier ein großer Dank auch an meine Eltern für ihren unermüdlichen Einsatz: des frühen Aufstehens beim Turnier, des langen Fahrens, des Ertragens der schlechten Laune, des Festhaltens des Pferdes, wenn man mal zur Toilette muss, des Rundum-sorglos-Pakets und des Daseins, bei Sieg und Niederlage.
Danke an euch alle anderen, die ihre Kinder unterstützen und fördern.

Wie sieht es mit anderen Sportarten aus?

Ich habe nur die drei größten Beispiele hervorgehoben, um Ihnen ein besseres Verständnis zu vermitteln. Es gibt selbstverständlich noch viele weitere Erlebnisse, wo man mit Hypnose und mit den speziell ausgearbeiteten Techniken ansetzen kann.

Die Sporthypnose findet auch in anderen Sportarten ihre Anwendung.

Mein Angebot für Sie

Für Sie und Ihren Vierbeiner nehme ich mir ausführlich Zeit, um Ihre Angelegenheit ganzheitlich zu betrachten. Neben der hier zum Einsatz kommenden Hypnose können Sie mich auch zu anderen Leistungen kontaktieren:

  • bei Verhaltensauffälligkeiten
  • bei der Ausbildung von Ihnen und Ihrem Pferd
  • bei Lehrgängen (Schwerpunkt Dressur. Auf Wunsch unterstützt durch Videoanalyse, gern auch mit CD)

Bitte fordern Sie dafür ein individuelles Angebot an. Sehr gern stehe ich Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Interesse geweckt oder ist Ihr Thema nicht dabei? Dann schreiben Sie mir. Kontakt